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Im folgenden werden die Begriffe Kommunikation und Kommunikationswissenschaft erläutert.

KommunikationEdit

Kommunikation bedeutet nach unserem Alltagsverständnis so viel wie „Mitteilung“ oder „Austausch“. Der Kommunikationswissenschaftler Klaus Merten hat im Jahre 1999 die fünf Merkmale, die Kommunikation innewohnen, aber eine klare Definition erschweren, wie folgt festgelegt:

1.)    Profanität: Jedermann kann Kommunikation erlernen und anwenden, es besteht jedoch ein unterschiedliches Verständnis in Alltag und Wissenschaft. So dürfen zum Beispiel alltägliche Begriffe nicht in die Wissenschaft übernommen werden, ohne dass diese vorher hinterfragt oder definiert werden.

2.)    Universalität: Kommunikation ist überall. Gerade  deswegen ist es wichtig, dass die Kommunikationswissenschaft klar definiert und in ihrem Gegenstandsbereich eingeschränkt wird. Ansonsten könnte der Eindruck entstehen, es handele sich hierbei um eine Universalwissenschaft.

3.)    Flüchtigkeit: Kommunikation ist ein Prozess und somit schwer beschreib- und analysierbar, da kein sichtbares „Endprodukt“ entsteht.

4.)    Relationalität: An dem soeben beschriebenen Prozess sind verschiedene Elemente beteiligt, die im Verlaufe des Prozesses einer Bedeutungs- und Funktionsveränderung unterlaufen. Aufgrund dieser Kontextabhängigkeit ist es schwer, Basisaussagen zu treffen.

5.)    Heterogenität: In den unterschiedlichen Wissenschaften meint Kommunikation - je nach Beteiligten- etwas anderes: Mal kommunizieren Menschen, mal technische Geräte, mal Tiere und ein anderes Mal Organe. Daraus ergibt sich, dass jede Wissenschaft eine andere Definition für Kommunikation bereitstellt.

Klaus Beck ergänzt diese fünf Merkmale von Kommunikation in seinem Buch „Kommunikationswissenschaft“ und ein weiteres Merkmal:

6.)    Selbstbezüglichkeit: Sobald wir über Kommunikation kommunizieren, betreiben wir Metakommunikation. Das bedeutet, dass das, was wir tun selbst Bestandteil dessen ist, über das wir reden, es findet also eine selbstbezügliche Tätigkeit statt.

KommunikationswissenschaftEdit

Die Kommunikationswissenschaft ist eine theoretische Sozialwissenschaft. Sie arbeitet empirisch, das heißt auf Erfahrungen beruhend und bezieht viele weitere Wissenschaften in ihre Betrachtungen mit ein, so zum Beispiel die Sprachwissenschaft, Psychologie oder auch die Politikwissenschaft (Interdisziplinarität).

Weiterführende Literatur: Beck, Klaus (2010): Kommunikationswissenschaft. Konstanz: UVK

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