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Wahlen und Regierungen in der Bunderepublik Deutschland

Inhaltsverzeichnis

•Grundlagen des Wahlrechts

•Wahlen zum Deutschen Bundestag

•Wahlergebnisse

•Landes- und Kommunalwahlen

•Europawahlen

•Wahlsoziologie

Grundlagen des Wahlrechts

Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volk in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung (Legislative), der vollziehenden Gewalt (Exekutive) und der Rechtsprechung (Judikative) ausgeübt.“ Dieser Grundgesetzartikel (Art. 20 Abs. 2 des GG) ist die rechtliche Grundlage unserer Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland (im folgenden BRD genannt), welcher am 23. Mai 1949 in Kraft trat

Auszählverfahren 

Von 1949 bis 1985 wurden die Sitze des Bundestages nach dem D´Hondt- Verfahren verteilt, danach wurde nach dem Verfahren von Hare/Niemeyer die Anzahl der Sitzplätze im Bundestag bestimmt. Seit der letzten Bundestagswahl (2009) wird nach dem Sainte-Laguë-Verfahren vorgegangen. Bei der Berechnung für die Mandate gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Verfahren. Das D´Hondt-Verfahren begünstigt größere Parteien bei der Mandatsvergabe, wohingegen das Verfahren nach Hare/Niemeyer die kleinen Parteien bevorzugt. Das Sainte-Laguë-Verfahren verhält sich dahingegen neutral.

Wahlen zum deutschen BundestagEdit

Das Wahlrecht für die Bundestagswahl versucht, die Vorzüge des Mehrheits- und des Verhältniswahlrechts zu verbinden.

Die Hälfte der Abgeordneten wird in Einzelwahlkreisen nach dem relativen Mehrheitswahlrecht gewählt, während die andere Hälfte unabhängig davon nach Listen (Verhältniswahlrecht) gewählt wird. Für die quantitative Verteilung der Mandate ist die Verhältniswahl entscheidend.

Stimmzettel

Muster eines Stimmzettels für die Bundestagswahl mit Erst- und Zweitstimme

Dieses Wahlsystem führt dazu, dass

- mit einer Erststimme der Kandidat für den Wahlkreis gewählt wird und

- mit der Zweitstimme die Landesliste der Partei.  


Nun zu den Besonderheiten des Wahlrechts zum Deutschen Bundestag. Es gibt 299 Wahlkreise (328 bis 1998), die nicht mehr als 25% (33,33% bis 1998) nach oben oder unten von der durchschnittlichen Bevölkerungszahl aller Wahlkreise abweichen dürfen. In einem Wahlkreis leben ca. 250.000 Einwohner.

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